Vollmond Ritual für dein Strahlen

Ein Vollmond beleuchtet oft auch die hintersten dunkelsten Ecken… Es bringt gefühlvoll Licht dorthin und die Waage hilft uns noch dazu, all das auszubalancieren, was wir vorfinden. Schatten dürfen umarmt werden, alte Verstrickungen dürfen sich ebenso lösen wie Verbindungen/Beziehungen, die nicht gut tun und die Beziehungen zu anderen sowie die zu uns selbst darf Heilung finden.
Vollmond und Gefühle, Venus und Verlangen …


Welches Verlangen hast du? Sinnlich oder materiell?
Welche Werte hast du?
Welchen Stellenwert räumst du dir selbst ein? Welchen Wert hat deine Arbeit für dich?
Wo bist du frei? Wo kannst du fließen?
Wo hältst du fest? Wo darf sich was lösen?
Wo braucht es gar keine Kontrolle (mehr) sondern Hingabe?
Wo zeigst du strahlend „Gesicht“ und wo versteckst du dich noch?

Es ist eine wunderbare Zeit, für Gleichgewicht zu sorgen, innen wie außen. Nimm dir also genau das, was es für dich persönlich braucht. Und vielleicht passt ja dieses schamanisch inspirierte Ritual für dich. Gestern und heute für euch entstanden.


IN UNS ist bereits alles da.

Manchmal liegen Schichten darauf oder etwas ist durch Erlebnisse, Verletzungen, Stolpern auf dem Weg … verborgen - dann lohnt es sich, die Sinne zu klären und sich mit der Kraft der Elemente zu verbinden.

 

"Zutaten"


Du benötigst für diese „sweet home full moon ceremony“, dieses Ritual:
eine Kerze und Streichhölzer/Feuerzeug,
einen (kleinen Hand-) Spiegel,
eine kleine Schüssel mit Wasser,
eine kleine Schüssel Erde (oder du führst alles direkt draußen in der Natur mit der vorhandenen Erde durch, wenn dieser Ort in der Nähe von Wasser ist - dann brauchst du auch dieses nicht extra mitbringen 😉)
Räucherwerk und Feder nach Gusto.
(…es ist nur scheinbar viel Text - denn die Elemente sind recht „baugleich“ einbezogen und somit wirst du dir alles gut merken und relativ leicht einfach frei durchführen können.)

 

 

Das Ritual - deine Zeremonie


·    Erschaffe dir (am gewählten Ort oder zuhause) bewusst und auf deine Weise einen Heiligen Raum und stimme dich ein.
·    Lade die Balance der Waage und die volle Kraft des Mondes zu dir ein.
·    Entzünde bewusst eine Kerze für dich und diesen Vollmond.
·    Setze die Intention, deine Sinne zu reinigen, deine Schatten zu umarmen und sowohl diese als auch deine ureigene Kraft voll anzunehmen.
·    Rufe alle hilfreichen Kräfte, die dir nun wichtig sind (Elemente, Ahnen, Spirits, Krafttier, Geistführer, Göttinnen und Götter usw.) und dich in deinem Anliegen unterstützen können, hinzu.
·    Nimm deinen Spiegel zur Hand und sieh dich an - nimm liebevoll wahr, was du siehst, außen wie innen… blicke dich ganz und gar an, sieh dir tief in die Augen.
·    Wenn dir schon in den letzten Tagen einige Themen klargeworden sind und du diese lösen möchtest, beziehe dies gern sanft mit ein: „Ich reinige meine Augen von dem, was sie gesehen haben, meine Ohren von dem, was sie gehört haben und meinem Mund von dem, was er gesprochen hat. Ich bringe meine Wangen wieder zum Glühen für das Feuer, das in meinem Herzen brennt und lasse dieses auch durch meine Augen leuchten. Ich erfrische meine Sinne, belebe sie neu und lasse alles wieder frei fließen. Ich bringe meine Visionen auf die Erde.“ (Zum Beispiel. Worte, die deine Kehle verlassen, haben stets große Kraft.)
·    Bringe dann die Energie aller Elemente zu deinen Sinnen und deinem Gesicht. Gerne kannst du in aller Stille jedes Element verbinden, oder dazu jeweils ganz intuitiv deine Bitte äußern, dein Gebet sprechen, deine Anrufung erklingen lassen.
·    Beginne mit dem Feuer, das da du es bereits rituell entzündet hast. Führe deine Hände achtsam dreimal ganz bewusst durch die Flamme (pass natürlich auf, dich nicht zu verbrennen, klar - auch hier ist Balance gefragt ;-) und vielleicht erinnert es dich an Spielereien mit den Kerzenflammen in deiner Kindheit)  Führe die Hände das erste Mal durch die Flamme und bringe deine Hände dann zu deinen Augen. Lege sie ganz bewusst auf. Führe sie erneut durch die Flamme und bringe sie zu deinen Ohren, lege sie auf. Führe sie ein drittes Mal durch die Flammen und lege sie auf deinen Mund. Zum Abschluss führe sie erneut durch die Flammen und dann einmal über dein ganzes Gesicht, vom Haaransatz über die Stirn, hinab zum Hals, der Kehle, bis zu den Schlüsselbeinen. Nimm eine Schicht ab (eine Maske vielleicht), die du nun nicht mehr länger benötigst. Dazu passt zum Beispiel: Kräfte des Feuers, transformiert das, was ich gesehen, gehört oder gesagt habe, das mir und anderen Schmerz gebracht hat und nicht länger dienlich ist. Bringt mir dafür die Wärme und das Leuchten zurück. Danke.


·    Fahre mit der Luft fort. Hierzu kannst du nach Gusto Räucherwerk und Feder nutzen (und hast damit eine schöne Brücke vom Feuer über die Erde zur Luft). Du kannst jedoch auch die Luft nutzen, die dich umgibt. Und du kannst ebenfalls deinen Lebensatem nutzen, als die Luft, die bereits durch dich hindurchgegangen ist und somit deine Energie trägt.

Variante 1: Fächere einmal über dein gesamtes Gesicht hinweg in alle Richtungen, um deinen Kopf herum - kurz: lasse dich führen, wie Räucherwerk und Feder hierzu zum Einsatz kommen wollen.
Variante 2: Führe deine Hände schwungvoll durch die Luft, als würden sie hindurchtauchen oder Luft sammeln und führe sie wieder zu deinen Augen - wiederhole dies und führe sie zu deinen Ohren - wiederhole dies und führe sie zu deinem Mund. Zum Abschluss führe sie erneut durch die Luft und auch hier einmal über dein gesamtes Gesicht, die Kehle hinab bis zu den Schlüsselbeinen. Variante 3: Atme tief ein und ganz bewusst auf deine Hände aus. Segne diese mit deinem Lebensatem, der Luft, die kraftvoll durch dich hindurchgegangen ist. Berühre sanft deine Augen mit Lebensatem. Wiederhole dies mit den Ohren, dem Mund und zum Abschluss mit deinem ganzen Gesicht.
Kräfte der Luft, nehmt alles das mit euch, dass ich dem Wind anvertrauen darf und bringt frische Klarheit in meine Sicht, meine Ohren und meine Rede. Danke.


·    Gehe dann noch näher ans Wasser heran (wenn du in der Natur bist) oder nutze deine Schale mit Wasser dazu und tauche nun rituell deine Hände ins Wasser. Benetze deine Augen sanft, deine Ohren, deinen Mund. Zum Abschluss fahre einmal sanft mit den Händen über dein ganzes Gesicht, die Kehle hinab zu den Schlüsselbeinen. Die dritte Schicht oder Maske darf nun gehen. Wenn du magst versprenkle es auf deine Mitte / deinen Herzraum / dein Kronenchakra (den Scheitel). Lasse dich intuitiv führen, wo es die Kraft des Wassers benötigt.

Kräfte des Wassers, reinigt mich von all dem, was ich aufgenommen/angesammelt habe und nehmt meine Tränen mit euch. Schenkt mir Beweglichkeit, Hingabe und die Weisheit des sorglosen Fließens. Danke.


·    „Tauche“ nun rituell deine Hände in die Erde bzw. Nimm etwas Erde in die Hand und reibe die andere Hand kurz darüber oder „grabe“ sie innig in die Erde (wenn du in der Natur bist) und fahre mit ihnen einmal über deinen Nacken - löse alles, was dir (vielleicht schon lange) im Nacken sitzt. Wiederhole dies und fahre dann über deine Kehle - um deine Talente, deine Visionen und deine Kreativität zur Welt zu bringen. Und wenn es stimmig ist, so nimm mit deinen erdigen Händen eine weitere Schicht von deinem ganzen Gesicht.
Kräfte der Erde, schenkt mir innere Festigkeit, Sicherheit und die Weisheit des Wandelns, Werdens und Vergehens und helft mir, voller Selbstsicherheit, meine Visionen ins Leben zu bringen. Danke.


·    Und nun kommt zu all diesen heiligen elementaren Kräften ein weiteres so wichtiges Element hinzu: Du selbst bist das fünfte Element, Spirit. Beschenke dich auf deine ureigene Weise mit dir selbst.
Mit den Kräften meines Spirits, erfülle ich meine Augen - auf dass sie niemals aufhören zu leuchten, meine Ohren - auf das sie dem Wunder der Welt lauschen, meinen Mund - auf dass er stets meine Werte ausspricht und ich segne mein Gesicht mit x, x und x (was immer dir zu dir selbst an Worten kommt) und bin mir gewiss, dass ich trotz meinen Schattenseiten niemals mein Gesicht verlieren kann. Denn es ist alles in mir. Danke.
·    Insgesamt sind das 5 heilige rituelle Segnungen/“Taufen“ durch 5 heilige Elemente und in gewisser Weise natürlich immer auch durch Himmel und Erde und all die hilfreichen Wesen, die dich dabei unterstützen.
·    Wenn du magst, nimm dich (und all deine Schatten) nun innig in den Arm, halte dich, sei einfach mit dir selbst verbunden…

·    Nimm noch einmal deinen Spiegel zur Hand und sieh dich an - nimm erneut liebevoll wahr, was du siehst, außen wie innen… blicke dich ganz und gar an, sieh dir tief in die Augen. Was hat sich ggf. verändert? An deinem Aussehen, an deinem Gefühl für dich selbst, ...?
·    Zum Abschluss: Halte deine Gefühle und Gedanken, deine Erlebnisse, während diesen heiligen Handlungen in Stichworten oder Skizzen in deinem Tagebuch fest. Vermutlich werden dir einige Dinge auffallen und es kann einiges fühlbar werden, während du dies zelebrierst.
·    Beende deine Zeremonie auf deine Weise, vielleicht kommt dir noch ein Lied, ein Segen oder Gebet in den Sinn, danke den hilfreichen Spirits, Elementen und … Danke auch dir selbst dafür, all dies getan zu haben (natürlich gern auch für alles, was hierbei dann spontan aus dir herausfließt).
Schließe deinen Heiligen Raum.

 

Ich hoffe, dieses Ritual konnte zu einer innigen Zeremonie in deinem Zuhause werden - du und der Vollmond, alle Elemente und Gefühle ...

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(c) Jennie Appel - 28.03.2021

 

 

 

Fotocredit: Patrizia Stabile